|
Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Online-Fortbildung: Intersektionale Ansätze in der Sozialen Arbeit im Kontext von Flucht und Migration: Eine kritische Perspektive und ihre Implikationen für die Praxis
Datum/Zeit 08/07/2025 9:00 - 16:30 Uhr
Intersektionalität als eine kritische Perspektive auf Fragen nach sozialer Ungleichheit wurde über viele Jahrzehnte in engem Austausch vor allem afroamerikanischer Aktivist*innen und Intellektueller entwickelt. Und auch in Europa finden wir immer wieder Initiativen, die schon vor Jahrzehnten die Verwobenheit von Diskriminierungsformen herausgestellt haben. In den 1980er Jahren gelang es der Juraprofessorin Kimberlé Crenshaw anhand von Gerichtsakten intersektionale Benachteiligungen und Ausschlüsse empirisch nachzuweisen, womit sie endgültig den Grundstein für die wissenschaftliche Anerkennung intersektionaler Perspektiven legte. Diese werden seither in vielen Disziplinen und Professionen erprobt und eingesetzt, so auch in der Sozialen Arbeit. Intersektionale Perspektiven sind in der Sozialen Arbeit mittlerweile als hilfreiche Tools anerkannt, um die Überschneidungen von Mechanismen sozialer Ungleichheit und Diskriminierung sowie deren Wechselwirkungen sichtbar und beschreibbar zu machen, zu analysieren und Transformationen anzustoßen. Eine der vielen Stärken von Intersektionalität ist dabei die gleichzeitige Berücksichtigung der Einzelfall- sowie der gesellschaftlichen Makroebene, wodurch Fragen nach Hierarchien und Macht aufgeworfen werden. Intersektionale Ansätze verdeutlichen die Folgen sozialer Konstruktionen und setzen sich für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ein. Dabei kommen sie ohne ein starres Raster aus, berücksichtigen die Individualität jeder Person und ihrer Lebensrealität und lassen sich je nach Fragestellung individuell anpassen. Intersektionale Perspektiven werden als wertvoller Beitrag zu einem differenzierten Fallverstehen und zur Reflexion der professionellen Beziehung zwischen Sozialpädagog*innen und Klient*innen bewertet. Intersektionale Methoden machen Mehrfachidentitäten beschreibbar und ermöglichen einen Perspektivenwechsel, der gerade bei sehr komplexen Fallkonstellationen gewinnbringend ist. In dieser Fortbildung wird sowohl der theoretische und zeitgeschichtliche Hintergrund des Konzepts von Intersektionalität vermittelt als auch Ideen und Methoden für die praktische Anwendung.
Ihr Profit:
- Reflexion des eigenen Bewusstseins für verschiedene Diskriminierungsformen und des Einflusses sozialer Ungleichheit, auch zwischen Fachkraft und Klient*in, auf soziale Problemlagen
- Erhöhung des Verständnisses von Wechselwirkungen zwischen der Einzelfall- und Gesellschaftsebene
- Praktische Anwendungsbeispiele des Konzepts von Intersektionalität z.B. durch Anregungen für eine intersektional orientierte kollegiale Fallbesprechung für hochkomplexe Fälle
Zielgruppe: Fachkräfte im Asylsozialdienst, der Migrationsberatung sowie Jugendmigrationsdiensten, im Bereich der Jugendhilfe und Schulsozialarbeit sowie in Beratungsstellen.
Referentin: Julia Cholewa, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) / Soziologin (B.A.)
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: "All inklusiv“ – vielfaltsorientierte und inklusive Kommunikationsmethoden
Datum/Zeit 14/07/2025 - 15/07/2025 9:00-15:00 Uhr
Fachkräfte im Feld der psychosozialen Unterstützung, insbesondere auch im Bereich Flucht und Migration sind häufig mit Herausforderungen in der Kommunikation mit ihrer Klientel konfrontiert. Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft gilt es für Professionelle Möglichkeiten und Wege der Inklusion und Partizipation aufzuzeigen und zu schaffen. In diesem Methodenseminar werden Ihnen verschiedene kreative Konzepte der vielfaltsorientierten Kommunikation vorgestellt und Wege der Implementierung in die Praxis aufgezeigt.
Ihr Profit:
- Reflexion der eigenen professionellen Grundhaltung
- Kritische Auseinandersetzung mit hierarchischer Beziehungskonstellationen
- Kennenlernen und Anwenden Interkultureller Kommunikationsmethoden
- Kennenlernen und Anwenden Inklusiver Kommunikationsmethoden (z.B. Leichte Sprache, Gebärden- und Bildgestützte Kommunikation)
- Arbeiten mit Dolmetscherdiensten
Zielgruppe: Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die mit Klient*innen aller Altersgruppen, die nur über eingeschränkte (deutsche) Sprachkenntnisse verfügen, zusammenarbeiten.
Referentinnen: Dipl. Psych. Barbara Abdallah-Steinkopff, Psychologische Psychotherapeutin und Rihab Chaabane, Heilpädagogin M.A.
Preis: 225 €
|
|
Online-Fortbildung: Ist Trauma ansteckend? Wie erhalte ich meine Empathie und wie schütze ich mich im Beratungsalltag mit schwerbelasteten Menschen
Datum/Zeit 23/09/2025 9:00 - 16:30 Uhr
Berufsgruppen, die schwertraumatisierte Menschen beraten und begleiten, werden häufig mit Berichten über massive körperliche und sexuelle Gewalt konfrontiert. In der Beratung und Therapie erleben sie bei den Betroffenen Gefühle von Trauer, Wut und Hilflosigkeit. Manches Mal geschieht das so intensiv, dass sie sich nicht mehr von diesen Empfindungen distanzieren und sich in professioneller Weise abgrenzen können. Es ist daher wichtig, den Arbeitsalltag so zu gestalten, dass vorhandene Kraftreserven erhalten bleiben und zusätzlich neue Energien getankt werden können. Schwerpunkt des Seminars ist zum einen die Sensibilisierung für Anzeichen sekundärer Traumatisierung und Burn-Out beim Einzelnen und im Team. Zum anderen werden hilfreiche Maßnahmen zur Selbstfürsorge vorgestellt, wenn der Selbstschutz nicht mehr funktioniert.
Ihr Profit:
- Information über Phänomene wie Burn-Out und Sekundäre Traumatisierung
- Eigene Belastungssymptome früh erkennen
- Teamdynamik analysieren
- Hilfreiche Maßnahmen zur Selbstfürsorge erarbeiten
Zielgruppe: Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten.
Referentin: Dipl. Psych. Katrin Kammerlander-Straub, Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Behandlung von Schlafstörungen bei Geflüchteten: Schulung zur Durchführung des manualisierten Behandlungsprogramms „STARS“ („Sleep Training adapted for Refugees“)
Datum/Zeit 24/09/2025 - 25/09/2025 0:00 Uhr
Bitte beachten Sie, dass die Fortbildung zweitägig ist. Am 24.09 startet die Fortbildung um 14 Uhr und endet um 17 Uhr. Am 25.09 beginnt die Fortbildung um 9 Uhr und endet um 16:30 Uhr.
Schlafstörungen stellen in der Therapie und Beratung Geflüchteter ein zentrales Thema dar. Für die Betroffenen erzeugen Schlafstörungen einen hohen Leidensdruck und erschweren in besonderem Maße die Alltagsbewältigung. Schlafstörungen sind im Vergleich zu anderen Symptomen wie z. B. denen einer Posttraumatischen Belastungsstörung oder Depression, wenig stigmatisiert. Dadurch ergibt sich einerseits die Möglichkeit eines niedrigschwelligen Einstiegs in psychotherapeutische Behandlungskonzepte. Andererseits können sich Schlafstörungen bei manchen Betroffenen als äußerst behandlungsresistent erweisen. Sie stellen Behandler*innen in der Arbeit mit Geflüchteten immer wieder vor Herausforderungen. Von unseren Klient*innen werden sehr unterschiedliche Symptome berichtet: z. B. Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, nächtliches Grübeln, starke Tagesmüdigkeit, Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen oder diverse schlafbezogene Ängste.In dem Workshop wird ein von Refugio München entwickeltes Behandlungskonzept vorgestellt. Das „Sleep Training adapted for Refugees – STARS“ stellt die Behandlung von Schlafstörungen in den Mittelpunkt und geht gleichzeitig über bisherige Ansätze hinaus, indem es auf spezifische Herausforderungen der Zielgruppe eingeht. Aspekte wie einem kultursensiblen Krankheitsverständnis, ungünstigen Wohn- und Schlafumgebungen, vorliegenden Traumatisierungen und einer aktuell akut belasteten Lebenssituation wird in besonderem Maße Rechnung getragen. Das Manual ist für das Gruppensetting konzipiert. Einige Inhalte können aber auch im Einzelsetting (Therapie oder Beratung) realisiert werden.Das Programm umfasst zehn detailliert ausgearbeitete Sitzungen. Diese werden im Rahmen des Workshops anwendungsorientiert dargestellt sowie der Umgang mit Herausforderungen in Bezug auf die Anwendung des Manuals geschult. Ziel des Workshops ist es, zum einen für die Thematik der schlafbezogenen Symptomatik bei Geflüchteten zu sensibilisieren. Zum anderen soll den Teilnehmer*innen durch den Austausch mit unseren erfahrenen Workshopleiter*innen ein flexibler Einsatz der Inhalte für ihren jeweiligen Anwendungsalltag ermöglicht werden.
Ihr Profit:
- Überblick über verschiedene Formen von Schlafstörungen und deren Ursachen mit Bezug auf die Lebenssituation von geflüchteten Menschen
- Schlafhygiene-Regeln
- Kurze Einführung in verhaltenstherapeutische Interventionen (z.B. Tagesstruktur, Schlaf-Tagebuch, Grübel-Stop, Umgang mit Albträumen etc.)
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die in der Betreuung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten
Referentin: Dr. Britta Dumser, klinische Psychologin, psychologische Psychotherapeutin i.A., Refugio München
Preis: 225 €
|
|
Online-Fortbildung: Brücken bauen – Therapie und Beratung im Kontext von Flucht und Migration
Datum/Zeit 13/10/2025 9:00 - 16:00 Uhr
In dieser Fortbildung erfahren Berater:innen und Therapeut:innen, wie verschiedene kulturelle, Lebens- und Erfahrungskontexte, Migration und Flucht die psychische Gesundheit beeinflussen und welche spezifischen Techniken in der Arbeit mit Migrant:innen und Geflüchteten von entscheidender Bedeutung sind.
Von den psychologischen Phasen der Migration und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden bis hin zu diversitätssensiblen und interkontextuellen Diagnostik- und Beratungsansätzen – diese Fortbildung schlägt Brücken zwischen verschiedenen Perspektiven und vermittelt das nötige Wissen und wertvolle Werkzeuge, um Menschen in herausfordernden Lebenssituationen einfühlsam und kompetent zu unterstützen.
Ihr Profit:
- Hintergrundwissen zur Bedeutung von Kultur, Migration und Flucht in der Therapie und Beratung
- Reflexion der eigenen „kulturellen“ Wahrnehmung
- Erlernen spezifischer Instrumente und Interventionen für die Anamnese, Diagnostik und Beratung von Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die in der Beratung und Therapie mit zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten
Referentin: Jenny Mika, Psychologin (M.Sc.), Medical Anthropology (M.Sc.), Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Menschen mit Fluchterfahrung
Datum/Zeit 14/10/2025 9:00 - 16:30 Uhr
Traumatische Erfahrungen sowohl in der Heimat als auch auf der Flucht hinterlassen bei vielen geflüchteten Menschen seelische und körperliche Wunden. Im Beratungs- und Betreuungskontext klagen sie häufig über schlimmste Alpträume, chronische Schlaflosigkeit und massive Angstzustände aufgrund von wiederkehrenden Erinnerungen an traumatische Erfahrungen. Die Symptome haben Auswirkungen auf die allgemeine Handlungsfähigkeit im Alltag, insbesondere auf die Impulskontrolle und Konzentrationsfähigkeit.
Neben theoretischen Inputs wird die Symptomatik an Fallbeispielen veranschaulicht. Für einen effektiven Umgang mit Betroffenen werden Techniken vermittelt, die im Betreuungs- und Beratungssetting praktiziert werden können.
Ihr Profit
- Frühzeitiges Erkennen von Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung
- Hilfreicher Umgang mit der Symptomatik in Form von Stabilisierungstechniken
- Unterstützung der Betroffenen im Alltag
Zielgruppe: Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten. Für Psycholog*innen mit geringer klinischer Erfahrung oder zur Auffrischung ihrer Kenntnisse.
Referentin: Katrin Kammerlander-Straub, Psychologin Dipl. Psych., Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Umgang mit Schlafstörungen
Datum/Zeit 23/10/2025 16:00 - 19:00 Uhr
Schlafstörungen stellen eine bedeutsame und weit verbreitete Belastung bei geflüchteten Menschen dar, die unter den Folgen nach traumatischen Erfahrungen im Heimatland sowie auf der Flucht leiden und in Deutschland mit äußerst schwierigen Lebensbedingungen konfrontiert sind (Basishvili et al., 2012; Hinton, Pich, Chhean, Pollack & McNally, 2005). Schlafstörungen gestalten sich bei Betroffenen unterschiedlich, was einen differenzierten Blick auf die Ursachen und folglich auch auf die Behandlungsmöglichkeiten erfordert. Hier soll die Fortbildungen einen ersten Einblick gewähren und konkrete, niedrigschwellige Interventionen im Umgang mit Schlafstörungen vorstellen.
Ihr Profit:
- Überblick über verschiedene Formen von Schlafstörungen und deren Ursachen mit Bezug auf die Lebenssituation von geflüchteten Menschen
- Schlafhygiene-Regeln
- Kurze Einführung in verhaltenstherapeutische Interventionen (z.B. Tagesstruktur, Schlaf-Tagebuch, Grübel-Stop, Umgang mit Albträumen etc.)
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die in der Betreuung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten
Referentin: Dr. Britta Dumser, klinische Psychologin, psychologische Psychotherapeutin i.A., Refugio München
Preis: 65 €
|
|
Online-Fortbildung: Traumafolgestörungen bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen
Datum/Zeit 28/10/2025 9:00 - 16:00 Uhr
Viele geflüchtete Kinder und Jugendliche leiden unter Traumafolgestörungen, allerdings werden diese häufig aus verschiedenen Gründen nicht erkannt. Das Seminar soll einen Überblick über Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen geben. Dabei wird insbesondere auf die Entstehung und kinder-spezifische Formen von posttraumatischen Belastungssymptomen eingegangen.
Ihr Profit
- Überblick über Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen
- Hilfreicher Umgang mit der Symptomatik
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen im Asylsozialdienst, im Bereich der Jugendhilfe, Schulsozialarbeit oder in Beratungsstellen, Erzieher*innen und Kinderkrankenpfleger*innen
Referent*in: Maria Heller, Dipl.Kunsttherapeutin, Traumafachberaterin (DeGPT), Psychotherapeutin (HPG)
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Suizidalität bei Geflüchteten
Datum/Zeit 05/11/2025 9:00 - 16:30 Uhr
Suizidgedanken und suizidales Verhalten sind unter geflüchteten Menschen ein häufiges Phänomen. Vollendete Selbsttötungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen in der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen. Angesichts desssen ist es erstaunlich, dass Suizidalität nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema ist. Es löst bei vielen Menschen Unsicherheit und Sprachlosigkeit aus. Suizidalität ist häufig mit Krisen verbunden, die sowohl bei gesunden als auch bei psychisch kranken Menschen auftreten können. Bei psychisch kranken Menschen und Menschen in sozialen Extremsituationen treten Krisen jedoch häufiger auf.
Ziel des Seminars ist es, Menschen, die mit geflüchteten Menschen arbeiten, ein Grundwissen über Suizidalität zu vermitteln, ihre Handlungskompetenz zu verbessern und sie als Ansprechpersonen für Betroffene zu stärken.
Ihr Profit:
- Kennenlernen theoretischer Konzepte, Warnsignale und Risikofaktoren von Suizidalität
- Gewinn von Sicherheit und Handlungsstrategien im Umgang mit suizidalen Klient*innen
Zielgruppe: Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie mit geflüchteten Menschen arbeiten. Für Psycholog*innen mit geringer klinischer Erfahrung oder zur Auffrischung ihrer Kenntnisse.
Referent*in: Dott.ssa Camilla Ulivi, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Qualifizierte SBPM-Gutachterin psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren bei Erwachsenen (BLAEK), Traumatherapie (DGVT)
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Acceptance- und Commitmenttherapie (ACT) bei PTBS – von der Kunst, Schmerzhaftes zu akzeptieren und neue Wege zu gehen
Datum/Zeit 06/11/2025 10:00 - 15:00 Uhr
ACT ist ein moderner, verhaltenstherapeutischer Ansatz, der klassische verhaltenstherapeutische Methoden mit Achtsamkeit, Wertearbeit und akzeptanzbasierten Ansätzen kombiniert.
Das Erlernen von Akzeptanz und Defusion hilft den Patient*innen mit schmerzhaften Gefühlen und Gedanken umzugehen und Unveränderliches zu akzeptieren. In der Auseinandersetzung mit Werten beschäftigen sich die Patient*innen damit, was ihnen wirklich wichtig ist und richten ihr Leben dementsprechend aus. Gerade in der Behandlung von PTBS und umso mehr bei Geflüchteten ist es wichtig, dem in der Vergangenheit Geschehenen einen Platz zu geben und eine neue Zukunftsperspektive zu schaffen. Hierzu können die ACT-Techniken einen wichtigen Beitrag liefern.
Ihr Profit
In der ersten Hälfte dieser Fortbildung lernen Sie ACT als Behandlungsansatz kennen und werden anhand konkreter Beispiele durch die sechs Kernprozesse der ACT geführt. In der zweiten Hälfte beschäftigen wir uns mit dem Einsatz von ACT spezifisch in der Behandlung von PTBS sowie in der Psychotherapie mit Geflüchteten. Ziel der Fortbildung ist es, Ihnen ACT als Behandlungsmöglichkeit näher zu bringen und einen Einblick in die Arbeit mit ACT bei Geflüchteten und PTBS zu bekommen. Sie haben die Möglichkeit, konkrete Techniken zu erlernen, die Sie in Ihrem Arbeitsalltag nutzen können.
Zielgruppe: psychosoziale Fachkräfte (Psycholog*innen, Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Ärzt*innen), die in ihrem Berufsalltag die Möglichkeit haben, die erlernten Techniken in der Behandlung von Geflüchteten und / oder Patient*innen mit PTBS anzuwenden
Referentin: Marit Matten, M. Sc. Psych., Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Soziale Arbeit mit Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zwischen Kultursensibilität und Kulturalisierung - Impulse für eine kultur- und diskriminierungsreflexive Gestaltung von Beratungs- und Betreuungskontexten
Datum/Zeit 12/11/2025 9:00 - 16:30 Uhr
In der Zusammenarbeit mit Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte entstehen häufig Situationen, in denen für Sozialarbeiter*innen auf den ersten Blick nicht klar ist, ob kulturelle Prägungen eine Rolle spielen und wie sie auf vermeintliche kulturelle Unterschiede angemessen reagieren können. Gleichzeitig existieren verschiedenste Definitionen und Konzepte davon, was „Kultur“ eigentlich ist und wie „Kultur“ in einer globalisierten Welt verstanden werden kann.Die Fortbildung beschäftigt sich daher einerseits mit theoretischen Modellen von Kultur und kultureller Identität und will dazu anregen,diese kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang stellt sie außerdem das Konzept der Kulturellen Intelligenz (CQ) vor und fragt nach dessen Beitrag zu einer gelingenden Kommunikation.Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung bezieht sich auf die Gefahr der Kulturalisierung sozialer Probleme und der Depersonalisierung des Gegenübers. Ziel ist es, kompetent zwischen kultureller Prägung und anderen Differenzlinien zu unterscheiden bzw. deren Gleichzeitigkeit zu erkennen. Zu diesen Differenzlinien gehören beispielsweise Gender, sozioökonomische Situation, religiöse Zugehörigkeit, psychische Gesundheit und Herkunft. In diesem Zusammenhang werden u. a. Beispiele aus den Bereichen Kinderschutz, witchcraft branding und Zwangsheirat herangezogen.
Ihr Profit:
- Reflexion der Rolle von Kultur in der Sozialen Arbeit mit Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte
- Erhöhung der Kultursensibilität in der täglichen Beratungs- und Betreuungsarbeit sowie Schärfung des Bewusstseins für mögliche Kulturalisierungen sozialer Probleme
- Gestaltung zielgerichteter und passgenauer psychosozialer Interventionen durch eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Fachkraft und Klient*in und eine differenzierte Analyse der jeweiligen Problemlage
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen im Asylsozialdienst, im Bereich der Jugendhilfe, Schulsozialarbeit oder in Beratungsstellen, Erzieher*innen und Kinderkrankenpfleger*innen
Referentin: Julia Cholewa, Dipl.-Sozialpädagogin (FH)/Soziologin (B.A.)
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Gestalterische Möglichkeiten zur Unterstützung von traumatisierten geflüchteten Kindern
Datum/Zeit 25/11/2025 16:00 - 19:00 Uhr
Kinder, die ihr Land verlassen müssen und als Geflüchtete bei uns ankommen, erlebten viel Unsicherheit, große Veränderungen und oftmals existenzielle Bedrohungen. Sie mussten all das bisher Vertraute hinter sich lassen. Das wirkt sich auf ihr Erleben und ihre Befindlichkeit aus. Kleine Gestaltungsangeboten können das Ankommen und Fußfassen hier erleichtern und eine Ahnung von Sicherheit und Selbstwirksamkeit vermitteln.
Ihr Profit
- Was brauchen geflüchtete Kinder, um hier zur Ruhe zu kommen?
- Welche Anregungen aus der Kunsttherapie können zur Stabilisierung von geflüchteten Kindern beitragen?
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen aus dem Asylsozialdienst, Kindergarten, Schulsozialarbeit und Jugendhilfe
Referentin: Maria Heller, Dipl.Kunsttherapeutin, Traumafachberaterin (DeGPT), Psychotherapeutin (HPG)
Preis: 65 €
|
|
Online-Fortbildung: Kooperationsfördernde Gesprächsführung mit Familien in Interkulturellen Settings
Datum/Zeit 01/12/2025 9:00 - 16:30 Uhr
Beratung und Therapie kann nur gelingen, wenn Kooperation hergestellt ist. In vielen Beratungs-Settings gilt es mit Familien zu sprechen; sei es weil die Klienten mit ihrer Familie kommen, sei es weil die Profis die Familie zur Unterstützung brauchen, sei es weil Profis Sorge um Kinder haben, und die sorgeberechtigten Eltern schlussendlich die Entscheidungen treffen. So gilt es also bestmögliche Kooperation mit allen Familienmitgliedern herzustellen, die an Entscheidungen beteiligt sind. Lösungsfokussierte Systemische Beratung bietet gute Modelle an, wie wir die Anliegen aller Beteiligten respektvoll besprechen, wie wir kulturelle Regeln und Riten respektieren und nutzen und wie wir die Regeln und Normen des aktuellen Umfeldes angemessen vermitteln. Vor allem geht es aber um eine ressourcenorientierte Sprache, die die bisherigen Erfahrungen aller Familienmitglieder achtet und konsequent auf eine bessere Zukunft fokussiert, um in kleinen Schritten für den Nutzen von Veränderung zu werben.
Ihr Profit:
- Interkulturelle Konzepte von Familien
- Kooperationsfördernde Gesprächsführung mit Familien
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die mit zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten
Referent: Dr. Thomas Hegemann, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Vorstand von InterCultura München und des Bayerischen Zentrums für Transkulturelle Medizin e.V.
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Negativer Bescheid, Rückkehr, Abschiebung – was, wenn nichts mehr geht? Stärkung für begleitende Fachkräfte, rechtliche Perspektiven, Selbststabilisierung und hilfreiches Handeln
Datum/Zeit 04/12/2025 9:00 - 16:30 Uhr
Die Fortbildung gliedert sich in zwei Teile. Am Vormittag werden Schritte beleuchtet, die nach dem rechtskräftigen negativen Abschluss des Asylverfahrens noch möglich sind. Das Thema Aufenthaltsbeendigung mit Ausreiseverpflichtung stellt hohe Anforderungen an Fachkräfte, die Geflüchtete beraten und begleiten. Rechtliche Kenntnisse und Möglichkeiten sind nur ein Teil der Voraussetzungen im professionellen Umgang mit negativen Bescheiden. Nach einer Einführung in asylrechtliche Aspekte werden diese an Fallbeispielen praktisch erklärt. Im zweiten Teil der Fortbildung geht es um die Frage "Was tun, wenn alle Auswege versagen?". Wie können Geflüchtete in dieser Situation von Fachkräften unterstützt werden und wie gehen diese selbst mit der Ausweglosigkeit um. Dabei geht es sowohl um Aspekte des emotionalen Erlebens und sich daraus ergebender Bedürfnisse der Geflüchteten als auch um die Haltung und Handlungsansätze der Fachkräfte: wie Sie innerhalb dieser schwierigen Situation stabil und aufrecht bleiben können. Und welche Verhaltensweisen wirksame Unterstützung und Stabilisierung bieten. Die Veranstaltung regt zur Reflexion des eigenen Handelns an und bietet in unterschiedlichen Perspektiven, praktischen Übungen und gemeinsamem Diskurs Impulse, den eigenen Arbeitsprozess fachlich lebendig und emotional gesund zu gestalten.
Ihr Profit:
- Eigene fachliche Perspektive reflektieren, rückkoppeln und stärken
- Eigene Möglichkeiten der Selbststabilisierung aktivieren und bestätigen
- Die wichtigsten Effekte der eigenen Kontaktarbeit reflektieren und darin ermutigt werden
Zielgruppe: Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten.
Referenten: Sascha Kienberger, Sozialpädagoge, Refugio München und Johannes Schauer, Dipl. Psychologe, Systemischer Therapeut (DGSF), Systemischer Supervisor (CGIST)
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Deeskalation
Datum/Zeit 10/12/2025 13:00 - 17:00 Uhr
Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auf der Vermittlung von verbalen und nonverbalen deeskalierenden Methoden sowie einer hilfreichen Haltung in Konfliktsituationen. Geflüchtete Menschen leiden unter psychischen und physischen Belastungen, schwierigen Lebensbedingungen, unsicherem Aufenthalt und beherrschen häufig noch nicht ausreichend die deutsche Sprache. In diesem Spannungsfeld können konfliktreiche Situationen leicht eskalieren. Im Beratungskontext ist es daher wichtig, Konfliktsituationen frühzeitig zu erkennen, um ein "Hochschaukeln" zu vermeiden. Mit Hilfe von deeskalierenden Techniken lassen sich kritische Situationen gezielt und stufenweise entschärfen.
Ihr Profit:
- Erwerb von Kompetenzen und Sicherheiten im frühzeitigen Erkennen von eskalierenden Situationen
- Erlernen von konkreten verbalen und nonverbalen deeskalierenden Methoden
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten
Referentin: Verena Lilienthal, Psychologin M.Sc. Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 85 €
|
|
Online-Fortbildung: Diversitätsbewusst beraten: Flucht- und Migrationskontexte verstehen, begleiten und wirksam intervenieren
Datum/Zeit 15/12/2025 - 16/12/2025 9:00 - 17:00 Uhr
Bitte beachten Sie, dass die Fortbildung zweitägig ist. Am 15.12 startet die Fortbildung um 09 Uhr und endet um 17 Uhr. Am 16.12 beginnt die Fortbildung um 9 Uhr und endet um 12:30 Uhr.
Strategien für die Beratung von Vielfalt – komplexe Lebenslagen im Kontext von Flucht und Migration verstehen, begleiten und intervenieren
Diese praxisnahe Fortbildung vermittelt, wie Intersektionalität als Analyse- und Handlungsperspektive in der Fallberatung genutzt werden kann, um die komplexen Lebensrealitäten von Menschen mit Fluchtgeschichte und Migrationserfahrungen sichtbar zu machen. Die Teilnehmenden lernen, wie sie strukturelle Diskriminierungen, Postmigrationsstressoren und Ressourcen Ihrer Klient*innen systematisch erfassen, reflektieren und in die Beratung einbeziehen können.
Ihr Profit:
- Erwerb von Konzepten und Methoden für intersektionalitätsbewusste Fallberatung
- Reflexion eigener professioneller Haltung und Handlungsmöglichkeiten
- Konkrete Praxisübungen zur Fallanalyse und zur Entwicklung von Strategien im interdisziplinären Kontext
Zielgruppe: Fachkräfte aus psychosozialen Arbeitsfeldern, der Sozialen Arbeit, Beratung und Begleitung von Menschen mit Fluchtgeschichte und Migrationserfahrung
Referentin: Julia Cholewa, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) / Soziologin (B.A.); Melisa Budimlic, M.A. Psycholinguistik
Preis: 225 €
|
|
Online-Fortbildung: Mut zur Unsicherheit – Emotionen als Schlüssel zur Diversitätssensiblen Beratung
Datum/Zeit 19/01/2026 9:00 - 16:00 Uhr
In einer vielfältigen Gesellschaft begegnen Berater*innen täglich unterschiedlichen Lebensrealitäten und Erfahrungen. Der Umgang mit dieser Vielfalt bringt oft Unsicherheiten mit sich – besonders, wenn es um Rassismus und Machtverhältnisse geht. Eine diversitätssensible Haltung erfordert nicht nur Wissen über strukturelle Diskriminierung, sondern auch die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion über die eigene gesellschaftliche Positionierung. Emotionen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sowohl Ratsuchende als auch Berater*innen bringen Gefühle wie Scham, Wut, Ohnmacht oder Unsicherheit in den Beratungsprozess ein. Diese Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen und professionell damit umzugehen, ist eine wesentliche Fähigkeit in der Entwicklung von Diversitätskompetenz. Der Workshop gibt Raum, die eigene Haltung in der Beratungspraxis diskriminierungskritisch zu reflektieren und diversitätssensible Handlungsstrategien zu entwickeln.
Ihr Profit:
- Kennenlernen von Auswirkungen von Rassismus und Diskriminierung
- Verständnis für das Zusammenwirken von Diskriminierung und Emotionen
- Konstruktiver Umgang mit Fehlern und Emotionen
- Impulse für eine diversitäts- und diskriminierungssensible Beratungspraxis
Zielgruppe: Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie mit geflüchteten Menschen arbeiten.
Referent*in: Sonja Würschnitzer M.A., Diversitätsorientierte Organisationberaterin, Systemische Beraterin, Trainerin für Diversität und Antidiskriminierung
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Intersektionale Ansätze in der Sozialen Arbeit im Kontext von Flucht und Migration: Eine kritische Perspektive und ihre Implikationen für die Praxis
Datum/Zeit 21/01/2026 9:00 - 16:30 Uhr
Intersektionalität als eine kritische Perspektive auf Fragen nach sozialer Ungleichheit wurde über viele Jahrzehnte in engem Austausch vor allem afroamerikanischer Aktivist*innen und Intellektueller entwickelt. Und auch in Europa finden wir immer wieder Initiativen, die schon vor Jahrzehnten die Verwobenheit von Diskriminierungsformen herausgestellt haben. In den 1980er Jahren gelang es der Juraprofessorin Kimberlé Crenshaw anhand von Gerichtsakten intersektionale Benachteiligungen und Ausschlüsse empirisch nachzuweisen, womit sie endgültig den Grundstein für die wissenschaftliche Anerkennung intersektionaler Perspektiven legte. Diese werden seither in vielen Disziplinen und Professionen erprobt und eingesetzt, so auch in der Sozialen Arbeit. Intersektionale Perspektiven sind in der Sozialen Arbeit mittlerweile als hilfreiche Tools anerkannt, um die Überschneidungen von Mechanismen sozialer Ungleichheit und Diskriminierung sowie deren Wechselwirkungen sichtbar und beschreibbar zu machen, zu analysieren und Transformationen anzustoßen. Eine der vielen Stärken von Intersektionalität ist dabei die gleichzeitige Berücksichtigung der Einzelfall- sowie der gesellschaftlichen Makroebene, wodurch Fragen nach Hierarchien und Macht aufgeworfen werden. Intersektionale Ansätze verdeutlichen die Folgen sozialer Konstruktionen und setzen sich für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ein. Dabei kommen sie ohne ein starres Raster aus, berücksichtigen die Individualität jeder Person und ihrer Lebensrealität und lassen sich je nach Fragestellung individuell anpassen. Intersektionale Perspektiven werden als wertvoller Beitrag zu einem differenzierten Fallverstehen und zur Reflexion der professionellen Beziehung zwischen Sozialpädagog*innen und Klient*innen bewertet. Intersektionale Methoden machen Mehrfachidentitäten beschreibbar und ermöglichen einen Perspektivenwechsel, der gerade bei sehr komplexen Fallkonstellationen gewinnbringend ist. In dieser Fortbildung wird sowohl der theoretische und zeitgeschichtliche Hintergrund des Konzepts von Intersektionalität vermittelt als auch Ideen und Methoden für die praktische Anwendung.
Ihr Profit:
- Reflexion des eigenen Bewusstseins für verschiedene Diskriminierungsformen und des Einflusses sozialer Ungleichheit, auch zwischen Fachkraft und Klient*in, auf soziale Problemlagen
- Erhöhung des Verständnisses von Wechselwirkungen zwischen der Einzelfall- und Gesellschaftsebene
- Praktische Anwendungsbeispiele des Konzepts von Intersektionalität z.B. durch Anregungen für eine intersektional orientierte kollegiale Fallbesprechung für hochkomplexe Fälle
Zielgruppe: Fachkräfte im Asylsozialdienst, der Migrationsberatung sowie Jugendmigrationsdiensten, im Bereich der Jugendhilfe und Schulsozialarbeit sowie in Beratungsstellen.
Referentin: Julia Cholewa, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) / Soziologin (B.A.)
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Kindheit in Vielfalt: Rassismus begegnen und Kinder stärken
Datum/Zeit 26/01/2026 9:00 - 17:00 Uhr
Rassismuserfahrungen wirken sich tiefgreifend auf die Entwicklung, Identität und Psyche von Kindern und Jugendlichen aus – deshalb braucht es eine rassismuskritische Praxis in Kita, Schule und Sozialer Arbeit. Fachkräfte sind gefordert, diskriminierende Strukturen zu erkennen, eigene Denkmuster zu reflektieren und Kinder aktiv zu schützen und zu stärken. Im Workshop setzen wir uns mit den gewaltsamen Folgen von Rassismus auseinander und entwickeln konkrete Veränderungs- und Handlungsstrategien. Dabei fragen wir, wie wir echte Allies sein können: indem wir unsere Privilegien hinterfragen, Ressourcen teilen und solidarisch handeln.
Ihr Profit:
- Sensibilisierung für die psychischen, emotionalen und kognitiven Auswirkungen von Rassismus auf Kinder und Jugendliche
- Auseinandersetzung mit diskriminierenden Strukturen, (Sprach-)Bildern, Stereotypien und Vorurteilen
- Entwicklung rassismuskritischer und resilienzfördernder Handlungsansätze
Zielgruppe: Sozialpädagog*innen, Kindheitspädagog*innen, Erzieher*innen, Pädagog*innen und ehrenamtlich Tätige, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten
Referentinnen: Odiri Weinmann und Julia Cholewa, Trainerinnen für Social Justice & Diversity
Preis: 130 €
|
|
Online-Fortbildung: “Skills-Training der Affektregulation – ein kultursensibler Ansatz: STARK“ - Schulung zur Durchführung des manualisierten Behandlungsprogramms
Datum/Zeit 23/02/2026 9:00 - 16:30 Uhr
Nach belastenden Lebensereignissen werden häufig im Alltag intensive Gefühle (Angst, Traurigkeit, Ärger) erlebt und häufig fehlen den Betroffenen geeignete Strategien im Umgang mit diesen. So kann es immer wieder zu Situationen mit gefühlter Ohnmacht und Kontrollverlust kommen, z.B. destruktiven Handlungsweisen (Selbstverletzendes Verhalten, vermehrter Alkoholkonsum etc.), sozialem Rückzug und Impulsivität. Der Umgang mit den eigenen Gefühlen und die Anwendung nützlicher Strategien kann jedoch erlernt werden. In dem Workshop wird ein transdiagnostisches Behandlungskonzept vorgestellt, das auf die Verbesserung von Emotionsregulationsfähigkeiten abzielt: Das Gruppentherapieprogramm „Skills-Training der Affektregulation – Ein kultursensibler Ansatz: STARK“. Das Programm wurde von erfahrenen Psychotherapeut*innen von Refugio München entwickelt und von diesen in der Fortbildung auch vorstellt. Das Manual - erschienen im Schattauer Verlag -enthält umfassende, anschaulich aufbereitete Hintergrundinformationen, ausführliche Anleitungen zu allen Schritten des Trainings sowie eine Vielzahl von Arbeitsblättern und weiterer Ressourcen, die es Therapeut*innen wie Klient*innen erleichtern die Inhalte flexibel einzusetzen. Ziel des Workshops ist es, zum Einen für die Thematik der Emotionsregulation zu sensibilisieren und zum Anderen Einblicke in die Durchführung des Manuals zu erhalten und Ideen für einen eigenen Einsatz zu entwickeln. Hierfür sollen theoretische Grundlagen vermittelt werden wie auch praktische Übungen anhand des Manuals erprobt werden. Das Manual ist für das Gruppensetting konzipiert. Einzelne Module können aber auch im Einzelsetting (Therapie oder Beratung) realisiert werden.
Weitere Infos zu dem STARK-Konzept finden Sie hier: https://www.psychotherapeutenjournal.de/blaetterkatalog/PTJ-4-2017/index.html#12
https://www.klett-cotta.de/buch/Schattauer/STARK:_Skills-Training_zur_Affektregulation_%E2%80%93_ein_kultursensibler_Ansatz/101219
Ihr Profit:
- Sensibilisierung für die Thematik der Emotionsregulation im Betreuungs- und Therapiealltag
- Schulung zum Einsatz des STARK Manuals im Einzel- oder Gruppensetting
Zielgruppe des Workshops sind demnach psychosoziale Fachkräfte (Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen, Ärzt*innen) , die in ihrem Berufsalltag Möglichkeiten haben, das STARK-Programm durchzuführen (im Einzel- oder Gruppensetting).
Referentin: Dr. phil. Alexandra Liedl, Dipl. Psych., Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 120 €
|
|
Online-Fortbildung: Behandlung von Schlafstörungen bei Geflüchteten: Schulung zur Durchführung des manualisierten Behandlungsprogramms „STARS“ („Sleep Training adapted for Refugees“)
Datum/Zeit 09/03/2026 - 10/03/2026 0:00 Uhr
Bitte beachten Sie, dass die Fortbildung zweitägig ist. Am 09.03 startet die Fortbildung um 14 Uhr und endet um 17 Uhr. Am 10.03 beginnt die Fortbildung um 9 Uhr und endet um 16:30 Uhr. Schlafstörungen stellen in der Therapie und Beratung Geflüchteter ein zentrales Thema dar. Für die Betroffenen erzeugen Schlafstörungen einen hohen Leidensdruck und erschweren in besonderem Maße die Alltagsbewältigung. Schlafstörungen sind im Vergleich zu anderen Symptomen wie z. B. denen einer Posttraumatischen Belastungsstörung oder Depression, wenig stigmatisiert. Dadurch ergibt sich einerseits die Möglichkeit eines niedrigschwelligen Einstiegs in psychotherapeutische Behandlungskonzepte. Andererseits können sich Schlafstörungen bei manchen Betroffenen als äußerst behandlungsresistent erweisen. Sie stellen Behandler*innen in der Arbeit mit Geflüchteten immer wieder vor Herausforderungen. Von unseren Klient*innen werden sehr unterschiedliche Symptome berichtet: z. B. Ein- und Durchschlafstörungen, Alpträume, nächtliches Grübeln, starke Tagesmüdigkeit, Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen oder diverse schlafbezogene Ängste. In dem Workshop wird ein von Refugio München entwickeltes Behandlungskonzept vorgestellt. Das „Sleep Training adapted for Refugees – STARS“ stellt die Behandlung von Schlafstörungen in den Mittelpunkt und geht gleichzeitig über bisherige Ansätze hinaus, indem es auf spezifische Herausforderungen der Zielgruppe eingeht. Aspekte wie einem kultursensiblen Krankheitsverständnis, ungünstigen Wohn- und Schlafumgebungen, vorliegenden Traumatisierungen und einer aktuell akut belasteten Lebenssituation wird in besonderem Maße Rechnung getragen. Das Manual ist für das Gruppensetting konzipiert. Einige Inhalte können aber auch im Einzelsetting (Therapie oder Beratung) realisiert werden. Das Programm umfasst zehn detailliert ausgearbeitete Sitzungen. Diese werden im Rahmen des Workshops anwendungsorientiert dargestellt sowie der Umgang mit Herausforderungen in Bezug auf die Anwendung des Manuals geschult. Ziel des Workshops ist es, zum einen für die Thematik der schlafbezogenen Symptomatik bei Geflüchteten zu sensibilisieren. Zum anderen soll den Teilnehmer*innen durch den Austausch mit unseren erfahrenen Workshopleiter*innen ein flexibler Einsatz der Inhalte für ihren jeweiligen Anwendungsalltag ermöglicht werden.
Ihr Profit:
- Überblick über verschiedene Formen von Schlafstörungen und deren Ursachen mit Bezug auf die Lebenssituation von geflüchteten Menschen
- Schlafhygiene-Regeln
- Kurze Einführung in verhaltenstherapeutische Interventionen (z.B. Tagesstruktur, Schlaf-Tagebuch, Grübel-Stop, Umgang mit Albträumen etc.)
Zielgruppe: Psychosoziale Fachkräfte, die in der Betreuung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten
Referentin: Dr. Britta Dumser , klinische Psychologin, psychologische Psychotherapeutin i.A., Refugio München
Preis: 225 €
|
|
Online-Fortbildung: Ist Trauma ansteckend? Wie erhalte ich meine Empathie und wie schütze ich mich im Beratungsalltag mit schwerbelasteten Menschen
Datum/Zeit 18/03/2026 9:00 - 16:30 Uhr
Berufsgruppen, die schwertraumatisierte Menschen beraten und begleiten, werden häufig mit Berichten über massive körperliche und sexuelle Gewalt konfrontiert. In der Beratung und Therapie erleben sie bei den Betroffenen Gefühle von Trauer, Wut und Hilflosigkeit. Manches Mal geschieht das so intensiv, dass sie sich nicht mehr von diesen Empfindungen distanzieren und sich in professioneller Weise abgrenzen können. Es ist daher wichtig, den Arbeitsalltag so zu gestalten, dass vorhandene Kraftreserven erhalten bleiben und zusätzlich neue Energien getankt werden können. Schwerpunkt des Seminars ist zum einen die Sensibilisierung für Anzeichen sekundärer Traumatisierung und Burn-Out beim Einzelnen und im Team. Zum anderen werden hilfreiche Maßnahmen zur Selbstfürsorge vorgestellt, wenn der Selbstschutz nicht mehr funktioniert.
Ihr Profit:
- Information über Phänomene wie Burn-Out und Sekundäre Traumatisierung
- Eigene Belastungssymptome früh erkennen
- Teamdynamik analysieren
- Hilfreiche Maßnahmen zur Selbstfürsorge erarbeiten
Zielgruppe: Fachkräfte, die in der Betreuung, Beratung und Therapie von zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten.
Referentin: Dipl. Psych. Katrin Kammerlander-Straub, Psychologische Psychotherapeutin
Preis: 120 €
|
|
|
Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
Refugio München Rosenheimer Str. 38 81669 München Deutschland
fortbildung@refugio-muenchen.de www.refugio-muenchen.de
Die Datenschutzerklärung von Refugio München ist hier abzurufen: www.refugio-muenchen.de/datenschutz/
Wir verwenden CleverReach zur Versendung des E-Mail-Newsletters.
|